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| Die Umgebung
des alten Ellerer Tunnelportales von 1877
und seines Cochemer Pendants wird sich in
naher Zukunft radikal verändern. Die
Fassaden der beiden Portale stehen unter
Denkmalschutz und bleiben unverändert
erhalten. Am Ellerer Portal wird man ab
2016 im Regelbetrieb nur noch Züge bei
der Ausfahrt beobachten können, während
die Loks aus Richtung Trier in die neue
Röhre einfahren werden.
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Die
Gegenwart Leider gibt es von Seiten der
Deutschen Bahn noch keine offizielle
Internetseite. Da es während der Bauphase für
Interessierte in Cochem und Ediger-Eller
Infopoints geben soll, wird wohl ín Zukunft
über das Medium Internet mehr über den Bau der
zweiten Tunnelröhre zu erfahren sein.
Wer also weitere interessante, hier noch nicht
aufgeführte Adressen, kennt, sollte sie mir
schicken. Sie werden dann in diese Übersicht
aufgenommen.
Einen fotografischen Bericht zum aktuellen
Baufortschritt können Sie hier sehen.
| Wer
kann gute Fotos von der Baustelle
liefern? |
| An dieser Stelle
soll eine Fotodokumentation der
Bauarbeiten entstehen. Wer gute
Fotos machen konnte sollte mir
diese per
Mail zusenden. Die Fotos
werden mit Namensnennung (wenn
gewünscht) auf dieser Seite
publiziert. |
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| Die
Zukunft Über 130 Jahre nach Inbetriebnahme
wird die Deutsche Bahn rund 200 Millionen Euro in
das "Jahrhundertprojekt", den Bau einer
zweiten Tunnelröhre und die Komplettsanierung
der bisherigen investieren.
Ab 2016 wird dann für beide Fahrtrichtungen
jeweils eine eigene Röhre zur Verfügung stehen.
Die jetzige 4205 Meter lange Röhre entspricht
mit ihrem zweigleisigen Konzept nicht mehr den
heutigen und zukünftigen Anforderungen an die
Sicherheit in einem so langen Tunnelbauwerk.
Auf Ellerer Seite wird rechts vom jetzigen
Portal die neue wasserdichte Röhre entstehen.
Sie wird nicht bündig neben der alten
Tunneleinfahrt sondern etwa 15 Meter vorher
beginnen. Damit wird die zweite Röhre auch um
einige Meter länger als die bestehende,
insgesamt 4242 Meter. Das alte Portal steht unter
Denkmalschutz und bleibt erhalten während das
Portal der neuen Röhre modern ausfallen wird.
Die 90 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine,
deren Bohrkopf einen Durchmesser von mehr als
zehn Metern hat, wird ab 2010 den neuen Tunnel
von Ediger-Eller aus in Richtung Cochem
vortreiben. Bei einer veranschlagten
Vortriebsgeschwindigkeit von 10 Meter pro Tag
wird der Tunnel in etwa 420 Tagen bis nach Cochem
fertiggestellt sein. Danach wird die speziell
für dieses Tunnelprojekt gebaute Maschine vor
Ort verschrottet und es beginnt der eingleisige
Innenausbau der neuen Röhre: Gleisbau,
Signalanlage, Notfallsysteme, etc..
Die ca. 900.000 Tonnen Gestein, die die
Tunnelbohrmaschine aus dem Berg brechen wird,
werden per Bahn in eine Tongrube im Westerwald
verbracht.
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Wenn
2013 die neue Röhre komplett fertiggestellt ist,
wird die alte Röhre voll gesperrt. In der neuen
Röhre verkehren die Züge dann wechselweise wie
beim Straßenverkehr bei einer Baustelle mit
einer Verkehrsampel. Die alte Röhre wird nun
komplett erneuert und erhält eine neue,
wasserdichte Innenverkleidung aus Beton. Die
bestehende Röhre ist im 19. Jahrhundert nicht
geradlinig vorgetrieben worden sondern weist
einen "Knick" in der Mitte auf, weshalb
es hier auch nicht möglich ist, den jeweils
anderen Ausgang des Tunnels zu sehen.
Das wird beim neuen Bauwerk, das ca. 15 Meter
neben dem derzeitigen vortrieben wird, wohl
möglich sein, denn diese Röhre wird auf geradem
Wege durch den Berg geführt. Alle 500 Meter wird
es einen verschließbaren Querstollen geben, der
die beiden Röhren verbindet und der
Rettungskräften bei einem Unfall im Tunnel
Zugang ermöglichen wird. Sie dienen auch als
Fluchtweg.
Im Gegensatz zum alten Tunnel werden der neue
Tunnel und nach dessen Erneuerung auch der alte
Tunnel wasserdicht sein. Sie werden außerdem mit
normalen Straßenfahrzeugen befahrbar sein. So
können auch Rettungsfahrzeuge bis zum Ort des
Geschehens vorfahren. Die Gleise werden nicht
mehr auf dem klassischen Schotterbett verlegt,
sondern, vergleichbar mit
Straßenbahnschienensystemen in eine ebene
Fahrbahn aus Betonteilen integriert sein.
Mit einer Röhre für jede Fahrtrichtung wird
der Kaiser-Wilhelm-Tunnel auch den
Sicherheitsanforderungen der Zukunft genügen,
die bereits heute für Tunnels ab einer Länge
von einem Kilometer zwingend zwei Röhren
vorschreiben.
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